Pressemitteilung der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.: Angriff auf Anmelderin bei Protest gegen AfD-Veranstaltung im „Braunen Haus“ in Blankenburg

4. Juni 2026

Im Rahmen des antifaschistischen Protestes gegen eine Veranstaltung der AfD-Pankow in Berlin-Blankenburg kam es am Abend des 2. Juni zu einem tätlichen Angriff auf die Anmelderin der Kundgebung.
Anlass des Protestes war eine Veranstaltung mit den AfD-Bundestagsabgeordneten Ronald Gläser und Gottfried Curio in den Räumlichkeiten der extrem rechten Partei in Blankenburg. Gegen solche Veranstaltungen organisiert sich seit Jahren regelmäßig demokratischer und antifaschistischer Protest vor Ort – als „Herzliches Unwillkommen“. Das als „Braunes Haus“ bezeichnete Gebäude (Alt-Blankenburg 12a) wird von der AfD als einer ihrer zentralen Treffpunkte in Berlin genutzt.
Nach Angaben von Teilnehmenden versuchte ein Besucher der AfD-Veranstaltung, sich aggressiv durch den Bereich der angemeldeten Kundgebung zu bewegen. Schließlich stand er unmittelbar vor der Anmelderin der Versammlung. Diese hielt einen Schirm vor sich. Die Anmelderin ist eine ältere Frau und engagiert bei den „OMAS GEGEN RECHTS“. Ohne erkennbare Vorwarnung boxte der Mann gegen den Schirm. Die Wucht des Schlages war so stark, dass der Schirm zerstört wurde. Die Anmelderin blieb glücklicherweise unverletzt und konnte sich auf den Beinen halten. Wir wünschen ihr alles Gute!
Erst nach dem Vorfall griffen mehrere Polizeibeamt:innen ein und trennten den Angreifer von der Versammlung. Anzeigen wurden aufgenommen. Der Angreifer wurde anschließend entlassen und nach Beobachtungen von Teilnehmenden mit Schulterklopfen aus seinem Umfeld begrüßt.
Mit Sorge nehmen wir wahr, dass der tätliche Angriff von Anwesenden aus dem Umfeld der AfD offenbar nicht kritisch aufgenommen wurde. Der Vorfall wirft aus unserer Sicht erneut Fragen nach dem Umgang mit Gewalt und Einschüchterungsversuchen gegenüber Antifaschist:innen auf.
Irritiert sind wir zudem über Äußerungen gegenüber der Anmelderin während der Auflösung der Kundgebung, wonach diese selbst zur Eskalation beigetragen habe und zukünftige Versammlungen möglicherweise räumlich getrennt werden könnten. Aus Sicht der VVN-BdA Berlin-Pankow darf ein tätlicher Angriff auf eine friedliche Versammlung nicht zu einer Umdeutung der Verantwortlichkeiten führen.
Der Vorfall stellt einen Angriff auf das demokratische Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit dar. Antifaschistischer Protest muss ohne Angst vor Einschüchterung und Gewalt möglich sein. Der Angriff sowie die Reaktionen aus dem Umfeld des Täters sind aus unserer Sicht Ausdruck einer besorgniserregenden Gewaltbereitschaft und ihrer offensichtlichen Akzeptanz im AfD-Umfeld – nicht nur in Blankenburg.
VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.
i. A. des Vorstands

Antifa-Jour-Fixe: „Das Arbeiterlied“. Mo., 18. Mai, 19 Uhr im M24

28. April 2026

Im Rahmen des Antifa-Jour-Fixe der Berliner VVN-BdA findet diesmal ausnahmsweise im Jugendklub M24, Mühlenstr. 24 (nahe U-Bhf. Pankow) die Veranstaltung „Das Arbeiterlied. Inge Lammel – das Arbeiterliedarchiv 1954-1985 und Werkschau demokratischer Arbeiterlieder in der Gegenwart“ statt. Vortrag von Eva Hackenberg, Tochter der Musikwissenschaftlerin Inge Lammel, über das Werk und Leben ihrer Mutter. Anschließend Gespräch mit Michael Zachcial und Felix Kroll, beide Musiker der Bremer Gruppe „Die Grenzgänger“. Zwischendurch gibt es musikalische Einlagen mit Arbeiterliedern der Band. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Pankower VVN-BdA und dem Verein der Abgeordnetenhausfraktion Die Linke.

Geboren 1924 in einer bürgerlich-jüdischen Familie in Berlin, vom NS-Regime entrechtet, 1939 vertrieben und in der englischen Emigration links politisiert kehrte Inge Lammel 1947 nach Deutschland in die sowjetische Besatzungszone nach Ostberlin zurück. Ernst Hermann Meyer, den Inge bereits in der Emigration kennenlernte, animierte sie zum Studium der Musikwissenschaften und war Mentor ihrer Diplomarbeit zur Arbeitermusikkultur.

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Veranstaltungen zum 8. Mai und zur Jahrestag der Befreiung Pankows

28. April 2026

Am Freitag, 8. Mai veranstaltet die Pankower VVN-BdA in Pankow-Buch gemeinsam mit dem Netzwerk gegen Rassismus Buch-Karow ein antifaschistisches Gedenken zum 81. Jahrestag der Befreiung. 11 sowie 17 Uhr finden Kundgebungen und ganztags ein Gedenken am Sowjetischen Ehrenmal in der Wiltbergstr. (nahe S-Bhf. Buch) unter dem Motto „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ statt. Neben Redner:innen der Pankower VVN-BdA, des Netzwerks sowie weiterer Initiativen haben sich auch Vertreter:innen von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen angekündigt. Zudem wird es Musik geben. Um Verzicht auf nationale Symbole wird gebeten.

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Unsere Landesdelegiertenversammlung 2026

27. März 2026

Gut 50 Delegierte aller Bezirks- und Basisorganisationen der Berliner VVN-BdA kamen am Samstag, dem 14. März 2026, im Sitzungssaal der Bezirksverordnetenversammlung Pankow zur ordentlichen Landesdelegiertenversammlung, die im zweijährlichen Rhythmus stattfindet, zusammen.

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Antifa-Filmabend „Lebensmotto: Frieden und Antifaschismus – ein Film über Ulli und Traute Sander“ am Fr., 27.2., JUP, Florastr. 84

4. Februar 2026

Wir laden ein zum Antifa-Filmabend „Lebensmotto: Frieden und Antifaschismus – ein Film über Ulli und Traute Sander“. In Anwesenheit von Ulli Sander und Regisseur Jochen Vogler (krankheitsbedingt musste Traute Sander leider absagen). Freitag, 27.2., 19 Uhr, Unabhängiges Jugendzentrum Pankow (JUP e.V.), Florastr. 84, 13187 Berlin. Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Pankower VVN-BdA und des JUP e.V.

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Lichterkette am 27. Januar in Pankow. Redebeiträge online

4. Februar 2026

Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Truppen fand am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, mit der alljährlichen Lichterkette auch wieder ein Gedenken mit rund 400 Teilnehmer:innen in Pankow statt. Aufrufer:innen waren die Kommission für Bürgerarbeit Pankow, die Kirchengemeinde Alt-Pankow und die VVN-BdA Berlin-Pankow e.V. In den nächsten Tagen folgen hier weitere Dokumente der Redebeiträge von Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch, Klaus Lederer, VVN-BdA und Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin, Dr. Jana Sommerfeld, Schulleiterin der SchuleEins in Pankow, einem*r Vertreter*in der antisemitismuskritischen Studierendengruppe Tacheles der Freien Universität Berlin sowie der Jugendorganisation Hashomer Hatzair (siehe weiterlesen).  Wir danken allen Teilnehmer:innen und Unterstützer:innen.

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Solidarität mit den Protesten im Iran!

26. Januar 2026

Die Menschen im Iran kämpfen für Freiheit und Demokratie.
Das Regime eskaliert die Gewalt.

Die islamische Republik steht unter Druck. Seit Ende letzten Jahres gehen die Menschen im Iran auf die Straße und fordern ein Ende der klerikalen Diktatur. Es handelt sich um die größten Massenproteste seit Jahren. Laut Berichten der Times bereitet der politische und geistliche Führer der islamischen Republik, Ali Chamenei, seine Flucht nach Moskau vor. Solidarität mit den Protesten im Iran! weiterlesen »

Spendenaufruf für die Restaurierung der Grabsteine Pankower NS-Verfolgter

30. Dezember 2025

Liebe Pankower:innen,

auf dem Pankower Friedhof 3 am Bürgerpark gibt es einen Ehrenhain, auf dem die Verfolgten des Naziregimes ihre letzte Ruhestätte haben. Im Jahr 2025 konnte, initiiert von der Gedenktafelkommission des Bezirks und der Pankower VVN-BdA, dort eine Tafel aufgestellt werden. Diese Tafel weist darauf hin, dass hier Verfolgte des Naziregimes und deren Ehepartnerinnen und Ehepartner beigesetzt wurden.

Leider sind die Namen vieler verfolgter Antifaschistinnen und Antifaschisten auf den einheitlichen Grabsteinen, die in den 1950er/60er Jahren zunächst liegend waren, nur noch schlecht zu erkennen. Wir möchten, dass die Schrift auf diesen Grabsteinen erneuert wird, um die Erinnerung an diese Pankower Antifaschistinnen und Antifaschisten wachzuhalten.

Der VVN- BdA Pankow hat bereits die Namen von 11 der mehr als 50 liegenden Grabsteine restaurieren lassen. Es müssen allerdings noch die Namen auf den anderen Grabsteinen erneuert werden. Die Restaurierung eines Grabsteines kostet 170 €. Wir bitten um Ihre Spenden, um diese wichtige Restaurierung zu ermöglichen.

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Gedenktermine am 9. November

3. November 2025

In wenigen Tagen jähren sich die antisemitischen Pogrome in Nazideutschland im November 1938. Unsere verstorbene Pankower Ehrenvorsitzende Inge Lammel schrieb dazu in einem Beitrag (PDF, https://pankow.vvn-bda.de/wp-content/uploads/sites/9/2013/03/pogrompankow.pdf): »Völlig enthemmte und gewalttätige Trupps der SA und Mitglieder der SS wüteten mit großer Brutalität im ganzen Land. Sie setzten hunderte von Synagogen, Gemeindehäusern und Friedhofshallen in Brand, verwüsteten, zerstörten und plünderten tausende jüdische Wohnungen, Kaufhäuser und Geschäfte. 91 Jüdinnen und Juden fanden den Tod, mehr als 20 000 wurden in die Konzentrationslager nach Sachsenhausen, Buchenwald und Dachau verschleppt«.

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Gründung einer neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen – Proteste und ein Bus

3. November 2025

Nach der Auflösung der als rechtsextremistisch eingestuften „Jungen Alternative“ will die AfD nun am 29. und 30.11.2025 in Gießen eine neue Jugendorganisation gründen. Eine Jugendorganisation ist für die AfD wichtig, gerade weil viele Menschen unter 30 sie wählen. Die JA war in den sozialen Medien sehr aktiv und hat es geschafft, Jugendliche schon früh zu binden. Insofern steht eine neue Organisation für alle zwischen 14 und 36 Jahren bereits in den Startlöchern.

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