Lichterkette am 27. Januar in Pankow

30. Dezember 2025

Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Truppen findet am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, mit der alljährlichen Lichterkette auch wieder ein Gedenken in Pankow statt. Aufrufer:innen sind die Kommission für Bürgerarbeit Pankow, die Kirchengemeinde Alt- Pankow und die VVN-BdA Berlin-Pankow e.V. Wir treffen uns wie immer um 18 Uhr am Ehemaligen Jüdischen Waisenhaus Pankow, Berliner Str.120/121 (nahe S/U-Bahnhof Pankow). Siehe auch Mitteilung der Kommission Bürgerarbeit und „weiterlesen“. Weitere Infos folgen

Mitteilung der Kommission Bürgerarbeit

Für ein gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und gegen Rassismus

Aufruf zur Teilnahme an der 27. Lichterkette mit anschließender Gedenkveranstaltung in der Alten Pfarrkirche Pankow anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz

Termin: 27. Januar 2026 um 18.00 Uhr

Treffpunkt: Ehemaliges jüdisches Waisenhaus Pankow, Berliner Str.120/121

(S / U-Bahnhof Pankow)

Hinweis: Bitte Kerzen mitbringen!

Der 27. Januar ist seit 1996 offizieller Gedenktag in der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 1999 gestalten engagierte Bürgerinnen und Bürger unseres Stadtbezirks in Pankow eine Lichterkette, um an die Befreiung von Auschwitz durch die sowjetischen Soldaten zu erinnern.

Unverändert nehmen der Rassismus, der Antisemitismus und die Fremdenfeindlichkeit in unserem Land zu. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Hauptsächlich wird diese Entwicklung durch verfestigte Vorurteile gefördert, zunehmenden Nationalismus, Geschichtsvergessenheit und Revisionismus, verstärkten Sozialabbau, Demokratieverluste und das Fehlverhalten politischer Parteien und Organisationen sowie mangelnde Zivilcourage.

Die Kommission für Bürgerarbeit gibt gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow und dem VVN-BdA- Pankow am Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust dem notwendigen Erinnern einen Ort, einen Raum und eine Gestalt mit der nunmehr 27. Lichterkette.

Es wird aber nicht nur der ermordeten jüdischen Mitbürger*innen und der vielen anderen Opfer gedacht. Es muss auch verdeutlicht werden, dass die Herausforderungen offensichtlich wachsen. Wir wollen mit dieser Veranstaltung erneut einen Beitrag für das Zusammenleben der Menschen in gegenseitiger Akzeptanz leisten, gleich welcher Herkunft, Religion und Lebenseinstellung sie sind.

Nach der Auftaktveranstaltung, die von der Pankower Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch am ehemaligen Jüdischen Waisenhaus eröffnet wird, gehen die Teilnehmer:*innen mit Kerzen zur Pankower Kirche. Auf dem Wege dorthin wird es einen Halt mit Redebeiträgen vor dem ehemaligen von den Nazis zwangs“arisierten“ Gartenhaus der Familie Garbaty geben. Auf der Kreuzung Berliner -/Breite Straße wird der Verkehr für eine Gedenkminute unterbrochen. Zugesagt sind Redebeiträge von Klaus Lederer, VVN-BdA und Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin, Dr. Jana Sommerfeld, Schulleiterin der SchuleEins in Pankow, einem*r Vertreter*in der antisemitismuskritischen Studierendengruppe Tacheles der Freien Universität Berlin. Außerdem ist die Jugendorganisation Hashomer Hatzair für einen Redebeitrag angefragt. Im Anschluss findet in der Alten Pfarrkirche eine Gedenkveranstaltung mit Pankower Chören statt.

Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit, des anwachsenden Antisemitismus und Nationalismus mit ihrer Teilnahme an der Gedenkveranstaltung gewaltfrei für ein solidarisches Miteinander in unserem Bezirk und darüber hinaus zu engagieren.

Die Veranstalter verstehen somit die 27. Lichterkette nicht nur als eine Erinnerung an die Vergangenheit, sondern als ein Handeln für eine friedliche und menschenwürdige Zukunft aller Menschen in unserem Stadtbezirk.

Im Sinne des Gedenkens bitten wir, auf nationale Symbole und Parteifahnen zu verzichten.